Er verkaufte im Alter von 14 Jahren
ein Foto an die Zeitschrift »Look«, war leidenschaftlicher
Tischtennis- und Schachspieler. Kirk Douglas (Spartacus) nannte
ihn einen "talentierten Idioten". Ein Zettelkasten-Maniac,
der seine Arbeiten
akribisch dokumentierte, Filmszenen bis zu 50 mal drehen ließ:
Stanley Kubrick.

Nach seiner erfolgreichen Tätigkeit
als Fotograf begann Kubrick, sich für den Film zu interessieren.
Nach zwei Kurzfilmen (Day of the fight - Der Tag des Kampfes,
1949; Flying padre - Der fliegende Priester, 1951) drehte
er zwischen 1953 und 1956 drei Filme, bei denen er jeweils
sein eigener Produzent, Autor, Regisseur und Kameramann war.

Hollywood gab Kubrick 1957 dann die
Chance, den Film "Paths of glory" zu drehen, der
ihn berühmt machte.
Das Deutsche Filmmuseum und das Deutsche
Architekturmuseum
würdigen nun mit einer großen Ausstellung Leben
und Werk von Stanley Kubrick:(1928- 1999)
Zum ersten Mal wird eine Auswahl an Requisiten, Arbeitsmaterialien
und Fotografien aus seinem bislang unzugänglichen Nachlass
präsentiert.
Die Ausstellung dokumentiert Kubrick`s Anfänge als Fotograf
für das Magazin LOOK und seine ersten Produktionen.


Neun Monate lang sichtete Kurator
Bernd Eichhorn den fast unüberschaubaren Nachlass aus
50 Jahren Filmschaffen auf Kubricks Anwesen. in England. Dieser
wird von seinem langjährigen Mitarbeiter Jan Harlan seit
dem Tod des Regisseurs (1999) verwaltet. "Er war eine
Art Messy, konnte und wollte nichts wegwerfen" berichtet
seine Witwe, Christiane Kubrick.
Auf einer Fläche von rund 1.200
Quadratmetern zeigt die Ausstellung vom 31. März – 4.
Juli 2004 erstmals eine Auswahl an Kostümen, Requisiten
und Fotografien aus dem bislang unzugänglichen Kubrick-Nachlass.
Zu den Exponaten zählen unter
anderen Stanley Kubricks Regiestuhl, das Überlebensset
aus DR. STRANGELOVE OR: HOW I LEARNED TO STOP WORRYING AND
LOVE THE BOMB (GB / USA 1964), das Kostüm der Affenmenschen
und das starchild aus 2001: A SPACE ODYSSEY, Kostüme
aus BARRY LYNDON (GB / USA 1975), Jack Torrances Schreibmaschine
und das Manuskript aus THE SHINING (GB / USA 1980) sowie der
„Born to kill"- Helm des Gefreiten Joker aus FULL METAL
JACKET (GB / USA 1987) und die Masken aus Kubricks letzten
Film, EYES WIDE SHUT (GB / USA 1999).
to the top.............................
© Fotos: Deutsches Filmmuseum,
Deutsches Architekturmuseum, Gebrüder Warner, frankfurtlounge