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Peter Roehr MMK Frankfurt Main

 

Museum für Moderne Kunst

28.02.2004 - 15.08.2004
Werke aus der Sammlung

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Zum Quadrat formierte Autoreifen und Welthölzer, Dynamisierte Preisetiketten, ein multiplizierter Henninger-Turm- als Peter Roehr 1968 in Frankfurt im Alter von 24 Jahren stirbt, hinterläßt er eines der eindrucksvollsten künstlerischen Werke seiner Zeit.

In den fünf Jahren seines intensiven Schaffens verfolgte er mit außerordentlicher Entschlossenheit das Prinzip der Serialität.Trotz wachsender internationaler Wertschätzung bleibt mit ihm ein Künstler zu entdecken, dessen Werk sich vor dem Hintergrund der Kunstentwicklung seit den sechziger Jahren immer wieder aufs Neue aktualisiert.

Aus Anlass seines diesjährigen 60.Geburtstages zeigt das MMK im Archiv -Raum prägnante Werke Peter Roehrs aus der Museums-Sammlung.

Peter Roehr o.T. (FO 29) 1965
o.T. (FO- 29) 1965

"Kurz bevor ich damit begann, Montagen herzustellen, ich war damals 18, hatte ich ein Taschenbuch über Zen-Buddhismus gelesen.Vielleicht ist es kein Zufall, daß die erste Idee zu den Montagen in diesen Zeitraum fiel.
Damals (1962) muß ich mich wohl so gefühlt haben, als hätte ich den Kreis oder das Quadrat entdeckt und wunderte mich, wieso das nicht schon andere vor mir getan hatten". (Roehr)


Während Andy Wahrhol z.B.sein Material noch zusätzlich bearbeitete, blieb Roehr bei der `visuellen Intonation` des reinen Materials. Auch war der serielle Gedanke in Wahrhols Arbeit nur ein Teilaspekt,
Roehr jedoch betrachtete seine Arbeit als ein in sich geschlossenes System.

http://www.mmk-frankfurt.de/

"Ich glaube, daß jedes Ding erfaßbare Eigenschaften in sich birgt, die wir jedoch selten wahrnehmen. Wenn wir ein Ding mehrere Male nebeneinander oder untereinander (im Raum) und hintereinander (in der Zeit) wahrnehmen - und zwar ohne einen Zwischenraum oder eine Zwischenzeit, weil dann keine Nichtform entstehen kann, die nicht durch die Form des Materials bedingt wäre - bemerken wir diese Eigenschaften." (Roehr)


Peter Roehr

Er brachte es einzig durch seine Aneinanderreihung , nicht aber durch ein künstlich erzeugtes Vibrato zum Klingen. Die einzelnen Elemente, meistens industriell gefertigt, wurden zwar zweckentfremdet aber niemals in Form und Farbe verändert- unterliegen keiner Variation in sich selbst. Sie reproduzieren sich an von Roehr erdachten Achsen, die jedoch von der beliebig wiederholbaren Spiegelung eines Kaleidoskopeffekts weit entfernt sind.

Peter Roehr Peter Roehr o.T. (FO-87) 1966
o.T. (FO-87) 1966

Roehr entwickelte 1964 ein Schema mit vier Grundmustern, die für fast alle seine Montagen Verbindlichkeit haben sollten. Dabei interessiert ihn besonders, bei der Anzahl der zu wiederholenden Objekte die Mitte zu finden zwischen dem noch erfaßbaren Gegenstand und einer schon selbständigen Struktur. Da es keine maschinelle Methode gab, dieses herauszufinden, zog er mehrere Bekannte heran, um einen möglichst objektiven Mittelwert herauszufinden, der natürlich bei Personen und Objekten variierte.

Getrieben von einer unbegrenzten
Rastlosigkeit und Energie entstanden neben Foto-, Text-, Typo-, Objekt- und Filmmontagen auch Tonmontagen, die Roehr 1966 aus deutschen Rundfunktexten (Ausschnitte aus Nachrichten, Zeitfunk, Zwischenansagen, Werbetexten etc.) sowie amerikanischen Commercials arrangiert hat.


Peter Roehr o.T. (FO-82) 1966
o.T. (FO-82) 1966

 

 

 

 

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