Zum Quadrat formierte
Autoreifen und Welthölzer, Dynamisierte Preisetiketten,
ein multiplizierter Henninger-Turm- als Peter Roehr 1968 in
Frankfurt im Alter von 24 Jahren stirbt, hinterläßt
er eines der eindrucksvollsten künstlerischen Werke seiner
Zeit.
In den fünf Jahren
seines intensiven Schaffens verfolgte er mit außerordentlicher
Entschlossenheit das Prinzip der Serialität.Trotz wachsender
internationaler Wertschätzung bleibt mit ihm ein Künstler
zu entdecken, dessen Werk sich vor dem Hintergrund der Kunstentwicklung
seit den sechziger Jahren immer wieder aufs Neue aktualisiert.
Aus Anlass seines diesjährigen
60.Geburtstages zeigt das MMK im Archiv -Raum prägnante
Werke Peter Roehrs aus der Museums-Sammlung.

o.T. (FO- 29) 1965
"Kurz bevor ich damit begann,
Montagen herzustellen, ich war damals 18, hatte ich ein Taschenbuch
über Zen-Buddhismus gelesen.Vielleicht ist es kein Zufall,
daß die erste Idee zu den Montagen in diesen Zeitraum
fiel.
Damals (1962) muß ich mich wohl so gefühlt haben,
als hätte ich den Kreis oder das Quadrat entdeckt und
wunderte mich, wieso das nicht schon andere vor mir getan
hatten". (Roehr)
Während Andy Wahrhol z.B.sein
Material noch zusätzlich bearbeitete, blieb Roehr bei
der `visuellen Intonation` des reinen Materials. Auch war
der serielle Gedanke in Wahrhols Arbeit nur ein Teilaspekt,
Roehr jedoch betrachtete seine Arbeit als ein in sich geschlossenes
System.
http://www.mmk-frankfurt.de/
"Ich glaube, daß jedes Ding erfaßbare Eigenschaften
in sich birgt, die wir jedoch selten wahrnehmen. Wenn wir
ein Ding mehrere Male nebeneinander oder untereinander (im
Raum) und hintereinander (in der Zeit) wahrnehmen - und zwar
ohne einen Zwischenraum oder eine Zwischenzeit, weil dann
keine Nichtform entstehen kann, die nicht durch die Form des
Materials bedingt wäre - bemerken wir diese Eigenschaften."
(Roehr)