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Janis Joplin Porsche Summer of Love Schirn Frankfurt

SUMMER OF LOVE
Psychedelische Kunst der 60er Jahre
2. November 2005 - 12. Februar 2006
SCHIRN - KUNSTHALLE

 

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SUMMER OF LOVE ist eine bahnbrechende Ausstellung über die psychedelische Kunst, die die einzigartigen Verbindungen zwischen zeitgenössischer Kunst, populärer Kultur und politischen Protesten in den 1960er und frühen 1970er Jahren veranschaulicht. Sie zeigt, dass Psychedelia eines der interessantesten, zugleich aber auch eines der am stärksten vernachlässigten Phänomene in der Geschichte des 20. Jahrhunderts ist. Der Dialog zwischen psychedelischer Kunst und politischer Revolution und Gegenkultur fand seinen Niederschlag in einer einzigartigen Ästhetik, welche die gesellschaftliche, politische, ethnische und sexuelle Befreiung ausdrückte. Das Streben nach einer ekstatischen Kunst förderte die Erweiterung des Bewusstseins und die gewollte sinnliche Überreizung.

Erreicht wurde dies nicht selten mithilfe von Halluzinogenen, die wesentlicher Bestandteil der psychedelischen Bewegung waren. Die Präsentation von über 350 Gemälden, Fotografien, Filmen, Lightshows, Environments, Postern, Plattencovern und Dokumentationsmaterial aus Europa, den USA, Südamerika und Japan in einer Aufsehen erregenden Ausstellungsarchitektur von UN Studio (Ben van Berkel, Caroline Bos) unterstreicht den internationalen Charakter der Bewegung.

Umschlag ARCHIGRAM
Schutzumschlag ARCHIGRAM Buch


Die psychedelische Kunst wurde traditionell in den Bereich der angewandten Kunst und des schlechten Geschmacks verwiesen und stand dabei immer im Schatten der historisch und institutionell sanktionierten Kunst einer Epoche, deren Zentrum von Pop Art, Minimal Art und Concept Art besetzt war. Tatsächlich jedoch war der psychedelische Stil das Ergebnis eines produktiven Wechselspiels zwischen Kunst, Technik, Drogenkultur, Musik und zahllosen weiteren Einflüssen, die eine außergewöhnliche, zutiefst vom Geist der Emanzipation und der Freiheit durchdrungene Ästhetik hervorgebracht haben.

Außerordentlich bedeutend war jene durch die Erweiterung des Bewusstseins angestoßene Erweiterung des Formen-, Farb- und Medienspektrums, die mit einer neuen Raumerfahrung einherging. Eine weitere zentrale Errungenschaft der Bewegung, die schließlich in einer neuen, als Intermedia-, Multimedia- oder Mixed-Media-Kunst bezeichneten Hybridkunst kulminierte, war die Verschmelzung ganz unterschiedlicher künstlerischer Techniken.

Erst diese Verschmelzung hat überhaupt jene multisensorischen Spektakel ermöglicht, für die die 60er berühmt wurden. Hinzu kam, dass die visuellen Künstler jener Jahre anfingen, mit Lightshows zu experimentieren, oder sich als Musiker, Filme- und Modemacher, Designer oder Architekten versuchten. Sie ließen sich also auf eine enge Verbindung mit den ebenso kurzlebigen wie beeindruckenden Hervorbringungen der sich geradezu überstürzenden populären und kommerziellen Kultur ein.

Thomas Bayerle - MÄNTEL 1967
Thomas Bayerle
Mäntel, 1967


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Psychedelische Ästhetik und Politik hinterließen ihre Spuren jedoch nicht nur in der populären Kultur, sondern prägten auch wichtige Künstler und avantgardistische Kunstbewegungen der damaligen Zeit.

So setzten Andy Warhol und Mark Boyle im Jahr 1966 bei Livekonzerten in der New Yorker Diskothek Dom und dem Londoner Untergrundclub UFO erstmals Film- und Diavorführungen ein Auch das Aufkommen der Performance als wichtiger Kunstform fiel mit den spielerischen Events der psychedelischen Kunst zusammen, in denen der menschliche Körper als voll-wertiges und entwicklungsfähiges Wahrnehmungsinstrument genutzt wurde, das man stimulierte, um einen Zustand der ekstatischen Raserei bzw. der apathischen Selbstversenkung zu erreichen.

Haus Rucker Environment Transformers
HausRucker.Co "Environment Transformers"

Summer of Love“ bietet eine Fülle von über 350 Arbeiten aus den Bereichen Malerei, Skulptur, Fotografie, Film, Video, Environment, Architektur, Grafik-Design und Mode. Darunter Arbeiten von Isaac Abrams, Richard Avedon, Lynda Benglis, Bernard Cohen, Richard Hamilton, Robert Indiana, Yayoi Kusama, Richard Lindner und John McCracken.

Zu den zentralen Environments der Ausstellung gehört Mati Klarweins „New Aleph Sanctuary“ (1963-1971), eine Arbeit, in der viele Motive des Künstlers (die auch in seine Entwürfe für Santana-Plattencovers eingingen) in einer Installation zusammenfließen.


VERNER PANTON,
PHANTASY LANDSCAPE, VISIONA II, 1970

Verner Pantons begehbare amorphe Möbellandschaften formulieren Utopien eines befreiten und entspannten Lebens. Die visionäre Architektur ist mit Werken von Archigram, Hans Hollein, Haus-Rucker-Co u. a. vertreten.

ORT: SCHIRN KUNSTHALLE FRANKFURT, Römerberg, D-60311 Frankfurt.
DAUER: 2. November 2005 - 12. Februar 2006. ÖFFNUNGSZEITEN: Di., Fr.-So. 10-19 Uhr, Mi. und Do. 10-22 Uhr. INFORMATION: www.schirn.de, E-Mail: welcome@schirn.de, Telefon: (+49-69) 29 98 82-0, Fax: (+49-69) 29 98 82-240. EINTRITT: 7  , ermäßigt 5  , Familienticket 15  . KURATOR: Christoph Grunenberg, Tate Liverpool.
PRESSE: Dorothea Apovnik (Leitung), Simone Krämer
SCHIRN KUNSTHALLE FRANKFURT, Römerberg, D-60311 Frankfurt, Telefon: (+49-69) 29 98 82-118, Fax: (+49-69) 29 98 82-240, E-Mail: presse@schirn.de, www.schirn.de


Ausstellungsansicht:

Summer of Love Ausstellungsansicht
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mehr Informationen über psychedelische Kunst findet man hier:
http://www.on-design.de/psyart/

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